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Normen in der Arbeitswelt

Aktualisiert: 5. Aug 2020


Es gibt eine beinahe endlose Zahl an verschiedenen Normen und Zertifizierungen für Sicherheitskleidung. Diese sollen gewährleisten, dass ein jeder bei seiner täglichen Arbeit ausreichend gegen Umwelteinflüsse, Verletzungen und Gefahrenstoffe gewappnet ist. Außerdem gibt es teilweise hoch sensible Arbeitsumgebungen, die durch geeignete Kleidung gegen Überspannung und Elektrostatik geschützt werden müssen. Im folgenden möchte ich mit euch in dieses Gewirr aus Zahlen und Buchstaben eintauchen, damit wir aber nicht morgen noch hier sitzen, konzentrieren wir uns auf die gängigsten Europa-Normen. Also, los geht's:


Zu allererst klären wir einmal die Grundbegriffe:

DIN = Deutsches Institut für Normung

-> gültig in Deutschland

EN = Europäische Norm

-> gültig in Europa

ISO = International Organization for Standardization

-> International gültig



EN 343 - Wetter

Dieses Symbol besagt, dass ein Kleidungsstück wasserfest ist. Hier wird nochmals in 3 Schutzgrade unterteilt.

X steht für den Widerstand gegen Wasser von außen.

X1 = geringster Schutz

X3 = höchster Schutz

Y steht für den Widerstand gegen Feuchtigkeit, also wie atmungsaktiv das Material ist.

Y1 = geringe Ableitung von Feuchtigkeit

Y3= höchste Ableitung von Feuchtigkeit




EN 342 - kühle Umgebungen

Bei dem Prüfverfahren nach EN 342 wird die Wärmeisolation sowie die Luftdurchlässigkeit geprüft. Schutzkleidung nach dieser Norm wird bei Arbeiten in Kühlhäusern getragen. Um wirklich wirksam zu sein, muss die Kleidung als Anzug getragen werden, d.h. Jacke und Latzhose oder Overall mit entsprechender Norm.

Nebenstehende Symbole geben Auskunft über die Wärmeisolation (Clo-Wert), Wasserdichte (Y 1-3) und Luftdurchlässigkeit (X 1-3) der Kleidung.