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Atemschutzmasken

Aktualisiert: Apr 14

Welche ist die Richtige für mich?





Aerosole und Feinstaubpartikel in der Atemluft können eine enorme Belastung für den Körper darstellen. Zum Glück kann eine geeignete Maske vor bestimmten gefährlichen Stoffen schützen. Doch welche brauche ich? Was bedeutet FFP? Und was ist ein Arbeitsplatzgrenzwert? Wir haben die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst. Also macht euch bereit für etwas Theorie und gut aufgepasst, am Ende wird abgefragt! ;-)



Fangen wir mit dem einfachsten Mundschutz an: Die medizinische Maske

Dieser meist aus einer oder mehreren Papier- oder Vliesschichten gefertigte Mund-Nasen-Schutz hat oftmals keine filternden Eigenschaften und ist dadurch vielmehr dazu da um sein Gegenüber zu schützen. Der Träger hat diese also nicht zum Eigenschutz auf, sondern um andere vor Krankheitserregern und Sekrettröpfchen zu bewahren.



Kommen wir nun zu den FFP-Masken:

Gerade in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie wird mit diesem Begriff nur so um sich geworfen und generell will gefühlt jeder eine haben.

Doch was hat es mit diesen Masken auf sich? Was bedeutet FFP? Und was gibt es für Unterschiede?


FFP steht für "Filtering Face Piece", bedeutet also ins Deutsche übersetzt soviel wie Atemschutzfilter oder Feinstaubmaske. Hierbei wird in drei Gruppen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Schutzeigenschaften aufweisen. Darauf wollen wir nun kurz genauer eingehen und etwas Klarheit schaffen.


FFP 1

Diese Maske schützt vor ungiftigen und nicht fibrogenen Stäuben, Rauch und Aerosolen, die zu Atemwegsreizungen führen können, wenn wir sie ungefiltert einatmen. Bedeutet also, dass diese Masken zum Beispiel bei einer starken Pollenallergie oder generell bei Arbeiten eingesetzt werden, wo sich eine hohe Staubentwicklung bilden kann (Bauwesen, Nahrungsmittelindustrie,..).

Sie filtern mindestens 80% der Partikel, bis zu einer Größe von 0,6 Mikrometer, aus der Atemluft. Die Maske darf in Bereichen eingesetzt werden, in denen der Arbeitsplatzgrenzwert* höchstens um das 4-fache überschritten wird.


FFP 2

Mit einem Atemschutz aus dieser Kategorie können wir uns jetzt schon vor allerhand gesundheitsschädlichen und krebserregenden Stäuben, Rauch und Aerosolen schützen. Auch vor fibrogenen Partikeln, die über kurze Zeit zu Atemwegsreizungen führen und, wenn wir diesen länger ausgesetzt sind, die Elastizität des Lungengewebes beeinträchtigen können. Die Maske muss mindestens 94% der schädlichen Partikel (bis zu 0,6 Mikrometer) aus der Atemluft filtern und darf in Bereichen eingesetzt werden, in denen der Arbeitsplatzgrenzwert* maximal um das 10-fache überschritten wird. Verwendet wird sie häufig im Bergbau oder der Metallindustrie.


FFP 3

Zusätzlich zu den giftigen, gesundheitsschädlichen und radioaktiven Partikeln, schützt die FFP3-Maske auch vor Krankheitserregern wie Viren, Bakterien und Pilzsporen. Und das ist auch der Grund warum jeder momentan so eine haben möchte. Verständlich. Besonders wichtig sind diese Masken jetzt natürlich im medizinischen Bereich, wo direkt mit erkrankten und ansteckenden Personen gearbeitet wird. Hier werden tatsächlich 99% der Partikel (bis 0,6 Mikrometer) gefiltert, was den größtmöglichen Schutz für z.B. Krankenhauspersonal bietet. Eingesetzt werden darf sie in Bereichen mit einer Arbeitsplatzgrenzwert*-Überschreitung vom maximal 30-fachen.


*Der Arbeitsplatzgrenzwert bestimmt die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft, bei der eine gesundheitliche Schädigung des Arbeitnehmers nicht zu erwarten ist. Wenn dieser Wert überschritten wird, darf nur mit geeigneter Schutzausrüstung gearbeitet werden.




Wann reicht eine FFP-Maske nicht mehr aus?

Spätestens bei der Arbeit mit giftigen Dämpfen oder Gasen kommen wir mit einer

der oben genannten Masken leider nicht mehr weit. Jetzt brauchen wir die typische Gasmaske. Also eine Maske mit Schraub- oder Steckfilter.


Auch bei einem geringen Sauerstoffgehalt von unter 19,5% reicht ein normaler Mundschutz nicht mehr aus, hier wird ein isolierender Atemschutz mit Gebläse- oder Druckluftsystem benötigt.


Wir ihr seht, gibt es einiges zu beachten, aber wir hoffen, wir konnten etwas Klarheit schaffen und euch bei der Entscheidung zum richtigen Atemschutz helfen.

Wenn ihr Bedarf habt, schaut gerne bei uns vorbei und kontaktiert uns!


In diesem Sinne,

bleibt gesund!




Alle Angaben in diesem Beitrag sind ohne Gewähr. Die angegebenen Schutzklassen für die verschiedenen Anwendungsgebiete sind Beispiele und dienen zur Orientierung. Im Zweifelsfall haltet immer Rücksprache mit Atemschutzexperten oder lasst eine Beurteilung eures Arbeitsplatzes durch die Berufsgenossenschaft vornehmen.




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Franz Spanl

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